In diesem Mathelexikon finden Sie zentrale Ideen für die Unterrichtspraxis kompakt in alphabetischer Reihenfolge dargestellt.

Forscherhefte 

  • ermöglichen den Kindern, sich eigenständig mit herausfordernden, problemhaltigen Aufgaben auseinanderzusetzen
  • in der offensten Form sind es leere Hefte, in die die Kinder ihre mathematischen Entdeckungen zu selbstgewählten Inhalten eintragen
  • in den Forscherheften äußern die Kinder Vermutungen, variieren Zahlen systematisch, analysieren Veränderungen, untersuchen Zusammenhänge, dokumentieren Beobachtungen, notieren Erklärungen, etc.
  • Forscherhefte sind persönliche Dokumente über die (fortschreitenden) Entdeckungen der Kinder 
  • pikas.dzlm.de/026 
                                                                                                                                                

 

Forschermittel

  • dienen als Instrumente des Erkennens, des Begreifens, des Entdeckens und Beweisens ("Mit Forschermitteln kannst du hervorheben, was du dir besonders anschaust.")
  • dienen der Dokumentation des Erkannten ("Mit Forschermitteln kannst du anderen zeigen und erklären, was dir auffällt.")
  • Funktionen der Forschermittel mit den Kindern gemeinsam reflektieren 
  • Forschermittel können auf einem Plakat gesammelt werden 
  • Forschermittel-Plakate können themenbezogen oder auch themenübergreifend angelegt werden 
  • pikas.dzlm.de/227

 

Kleingruppengespräche

  • dienen der Differenzierung
  • zur Problementfaltung oder als Zwischen- und Abschlussreflexion möglich
  • kann parallel zur Arbeitsphase der Klasse laufen
  • kann lehrergeleitet oder selbständig durch die Kinder mit Hilfe eines Leitfadens ablaufen (siehe Mathekonferenz)
  • Gruppenzusammensetzung oder heterogen oder homogen möglich
  • kann situativ zur Klärung von Fragen initiiert werden
  • bei Kleingruppenkonferenzen sollten sprachliche Hilfsmittel zur Verfügung stehen

 

 

Mathekonferenz 

  • ein Zusammenschluss von Kindern in heterogenen Kleingruppen zur Präsentation und Reflexion von individuellen Lösungswegen
  • mündlicher Austausch über mathematische Sachverhalte 
  • Förderung der sachbezogenen Kommunikation, sowie der darstellenden und argumentativen Kompetenzen 
  • Lernen von- und miteinander: eigene Vorgehensweisen beim Lösen einer Aufgabe oder Entdeckungen beschreiben und begründen; Gedankengänge anderer Kinder nachvollziehen 
  • einführen und ritualisieren (z.B. strukturiert durch Ich-Du-Wir)
  • Leitfaden bereitstellen 
  • sprachliche Mittel bereitstellen (Wortspeicher, Formulierungshilfen, etc.)
  • pikas.dzlm.de/027

 

Piktogramme

  • geeignetes Mittel um im Anfangsunterricht sprachbildend zu unterrichten
  • können Schriftsprache ersetzen
  • werden gemeinsam eingeführt und danach Bedeutung gesichert
  • bildliche Unetrstützung der Lehrersprache
  • kontinuierlicher Einsatz
  • Piktogramme können einzelne Fachbegriffe darstellen oder auch Abläufe sichtbar machen, wie z.B. Zerlegungsvorgänge

 

SIOP-Planungsrahmen 

  • Der Aufbau und Erwerb eines Fachwortschatzes im Mathematikunterricht bedarf einer Unterrichtsplanung, die  die sprachliche Komponente gezielt in den Blick nimmt.
  • Ein geeignetes Instrument zur Umsetzung ist der SIOP-Planungsrahmen.
  • Dieser ist  mit seinen acht Komponenten mit  insgesamt 30 Unterpunkten  sehr umfangreich.
  • Für die Planung von sprachfokussiertem Mathematikunterricht wurde der SIOP-Planungsrahmen angepasst und gekürzt.
  • pikas.dzlm.de/455 (Planungsrahmen zu Zahlenketten)
  • pikas.dzlm.de/261 (Planungsrahmen zur Hundertertafel)
                                                                                                                                                                                    

 

Wortspeicher

  • gemeinsame Erarbeitung und Visualisierung des benötigten Fachwortschatzes  (Fachbegriffe und ihre sprachliche Einbettung in fachbezogene Ausdrücke und Satzmuster auf einem Lernplakat)
  • ausgehend von den umgangssprachlichen Formulierungen der Lernenden
  • eingeführte Begriffe sollten durch (Fotos, Zeichnungen, Skizzen, Piktogrammen) veranschaulicht werden
  • Einführung findet kontextbezogen statt, d.h. im Rahmen der konkreten Erarbeitung eines neuen Unterrichtsinhalts 
  • Wortspeicher wächst im Laufe der Unterrichtsreihe
  • Reduzierung und Erweiterung für jede Unterrichtsstunde notwendig
  • Wortspeicher sollte zu jeder Lerngelegenheit für die Kinder gut sichtbar sein